Trinkfaule Katze? Wie viel trinkt deine Katze und warum ist das wichtig?
Warum Katzen sich eher keine Badehose kaufen würden und warum das problematisch sein kann.
Eine Frage der Herkunft
Katzen sind ja bekanntermaßen zurückhaltend, wenn es um Wasser geht. Obwohl Katzen schwimmen können, würden sie sich wohl eher nicht freiwillig ins kühle Nass stürzen. Ausnahmen bestätigen natürlich immer die Regel.
Leider sind viele Katzen auch nicht besonders an Trinkwasser interessiert. Was mit ihrer Abstammung zusammenhängt. Unsere Stubentiger stammen von der afrikanischen Falbkatze ab, die ihren Ursprung in den nördlichen Regionen Afrikas und des Nahen Ostens hat. Dadurch tolerieren Katzen in der Regel auch höhere Temperaturen als die meisten Hunde, sind aber eben auch Trinkmuffel. Ihren Bedarf an Flüssigkeit decken sie nicht bloß durch Trinken, sondern ebenso durch ihre Nahrung, also Flüssigkeit in ihrer Beute.
Schon mit etwa vier Wochen beginnen kleine Kätzchen, Mamas Milchbar durch feste Nahrung und Wasser zu ergänzen.
Flüssigkeitsbedarf
Wie viel Flüssigkeit eine Katze benötigt, hängt von mehreren Faktoren wie z.B. Temperatur, Aktivität, Alter und Ernährung ab.
In der Regel gilt aber: 50 -70 ml pro kg Körpergewicht sollte eine Katze am Tag aufnehmen.
Eine Katze mit 6kg sollte also 300 bis 420 ml Flüssigkeit zu sich nehmen.
Gerade bei Katzen, die ausschließlich Trockenfutter fressen, ist es besonders wichtig, auf ausreichende Gabe von Wasser zu achten. Trockenfutter enthält nur bis zu 10% Feuchtigkeit, während Feuchtfutter bis zu 80% Feuchtigkeit enthält.
Warum Trinken so wichtig ist
Dass Katzen keine trinkfreudigen Tiere sind, zeigt sich auch im Geruch des Urins. If you know, you know. Katzenurin enthält eine große Menge Harnstoff und zusätzlich Ammoniak – eine duftintensive Mischung, die hartnäckig ist. Denn getrockneter kristallisierter Harnstoff fängt wieder an zu riechen, wenn er feucht wird.
Harnstoffkristalle im Urin können zu einem echten Problem für das Tier werden, wenn sie zusammen mit anderen Mineralien zu Harnsteinen anwachsen. Das kann der Katze nicht nur große Schmerzen bereiten, sondern im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden.
Katzen sind aufgrund ihrer Abstammung und des damit verbundenen Trinkverhaltens anfällig für Nierenerkrankungen. Sei es die Chronische Nierenerkrankung CNE oder andere Nierenleiden, ursächlich sind immer harnpflichtige Stoffe, die im Körper der Katze verbleiben und nicht über die Niere ausgeschieden werden können. Es kommt zu einer Harnvergiftung und Schädigung der Niere. Die Tiere drohen zu dehydrieren.
Daher ist es wichtig, dass nierenkranke Katzen ausreichend trinken. Ggf. wird hier auch durch Infusionen unterstützt.
Betroffene Tiere leiden an Übelkeit und Appetitlosigkeit. Im Fachhandel finden sich unzählige Diätfuttermittel, da Nieren- und Harnwegserkrankungen bei Katzen sehr häufig vorkommen.
Zu wenig Wasseraufnahme wirkt sich aber nicht nur auf Harnwege und Leber und Nieren negativ aus. Auch der Verdauungstrakt kann darunter leiden. Mangelnde Flüssigkeit kann zu verdichtetem Stuhl führen, der Verstopfung verursachen kann. Auch hier kann es im Extremfall zu lebensbedrohlichen Situationen kommen.
Kontrolle ist besser
Katzen sind Meister der Kompensation und Symptome einer Erkrankung fallen oft erst spät auf.
Daher ist es wichtig, sein Tier gut zu beobachten und zu kennen. Nur leichte Änderungen im Verhalten können schon ein Indikator für ein Problem sein.
Natürlich hat auch ein Tier mal einen schlechten Tag, wenn aber plötzlich das Lieblingsleckerchen gar nicht mehr schmeckt, sich in der Streu zu viel oder zu wenig Kot oder Urin findet oder die Katze deutlich mehr als sonst trinkt , sollte man etwas genauer hinschauen.
Vermehrter Durst kann auf Nierenprobleme, Diabetes oder Schilddrüsenprobleme hindeuten.
Tierärzte empfehlen bei einem Verdacht, die Wasseraufnahme durch Abmessen zu kontrollieren und mithilfe eines Trinktagebuchs zu dokumentieren.
Realistisch betrachtet ist das im Alltag jedoch eher schwierig. Darum haben wir in unseren Trinkbrunnen eine künstliche Intelligenz integriert. Diese überwacht das Trinkverhalten der Katzen rund um die Uhr und schickt dir eine Nachricht, wenn irgendetwas nicht stimmt. Damit kann sie sich zu einem Frühwarnsystem entwickeln, noch bevor wir Menschen etwas bemerken können.

Die Katze zum Trinken animieren
Auch wenn Katzen keine großen Trinker sind, so hat doch jede ihre eigenen Vorlieben.
Manche Katzen lieben abgestandenes Wasser, andere mögen lieber frisches. Für einige gibt es nichts Schöneres, als aus einem Glas zu trinken, während andere eine breite Schüssel bevorzugen, weil sie es nicht aushalten, mit den feinen Schnurrhaaren anzustoßen.
Viele Katzen lieben es, direkt aus dem Wasserhahn zu trinken, andere sind von fließendem Wasser abgeschreckt.
Egal, welche Vorlieben eine Katze hat – einige Dinge sollten immer beachtet werden:
Sie sollte nicht aus Blumenvasen, Weihnachtsbaumständern etc. trinken. Hier drohen bakterielle Infektionen und Vergiftungen.
Trinkgefäße sollten nicht in der Nähe des Katzenklos stehen und sollten immer sauber und hygienisch gehalten werden.
Sollten Hunde mit im Haushalt leben, braucht die Katze unbedingt ihren eigenen Trinknapf. Während Hunde den Napf geradezu vollschlabbern, haben Katzen eine echt ausgeklügelte Art zu trinken. Dazu dient die spezielle Struktur ihrer Zunge. Für diejenigen, die sich das mal in Zeitlupe anschauen möchten, können wir fogendes YouTube Video von Knuddel die Katz' empfehlen ( Externer Inhalt)
Auch auf die Temperatur des Wasser sollte man achten – es sollte nicht zu kalt und nicht zu heiß sein. Auf jeden Fall sollte es Raumtemperatur haben, viele Katzen sollen aber Wasser zwischen 30° und 35° bevorzugen. Was wahrscheinlich an ihrer eigenen spezifischen hohen Körpertemperatur liegt.
Um die Katze sozusagen ans Trinken zu erinnern, kann man an mehreren Stellen des Zuhauses Trinkschüsseln aufstellen.
Eine beliebte Alternative sind Katzenbrunnen, da das Plätschern die Aufmerksamkeit und den Spieltrieb der Katze anregt.
Ein besonderer Vorteil eines Trinkbrunnens ist die Hygiene. Je nach Modell sorgen verschiedene Filter für eine verlässliche Wasserqualität. Bakterien und Verschmutzungen haben so deutlich weniger Chancen.
Einige Katzen haben vielleicht erst einmal Scheu vor einem Brunnen, aber da braucht es meist nur etwas Geduld und ein paar Tricks, wie z.B. schwimmende Leckerlis, um die Katze an das Gerät zu gewöhnen.
Fazit
Um viele gute und gesunde Jahre mit deinem Stubentiger zu verbringen, ist es also wichtig, ihn zum Trinken zu animieren, sein Trinkverhalten zu beobachten und ihm in seinen Vorlieben entgegenzukommen.